DIE GRÜNEN IM KREIS WALDSHUT

Offener Brief von Ruth Cremer-Ricken an die Bundeskanzlerin zur Europawahl

Ruth Cremer-Ricken

Sonnhalde 6

79713 Bad Säckingen                                21.05.2014

 

Frau

Bundeskanzlerin Dr. Merkel

Klingelhöferstr. 8

10785 Berlin

 

 

Offener Brief

 

 

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

 

zunächst möchte ich mich ganz herzlich bei Ihnen bedanken, dass sogar ich im äußersten Süden Deutschlands einen Brief von Ihnen bekommen habe.  Ich kann es gar nicht genug wertschätzen von Ihnen,  Frau Bundeskanzlerin, eine Wahlempfehlung bekommen zu haben.

 

Wie Sie zu Recht schreiben ist die Europawahl eine wichtige Wahl. Ich denke dabei allein schon an das Freihandelsabkommen mit den USA.

 

Ich weiß, dass Sie bemüht sind amerikanischen Standards  z.B. bei Lebensmitteln die Tore zu öffnen.  Durch die Enthaltung der Bundesregierung im EU-Ministerrat  wurde ein „ja“ zur Gentechnik erst möglich. Leider lehnt der Großteil des von Ihnen regierten Volkes die Gentechnik bei Lebensmitteln ab. Nun setzt sich die Baden-Württembergische CDU zusammen mit der CSU dafür ein, dass jedes Land für sich entscheiden darf, ob es gentechnisch veränderte Lebensmittel zulassen möchte oder nicht. Als Partei mit dem C im Namen erfährt der christliche Schöpfungsgedanke eine ganz neue Interpretation.  Mit Spannung erwarte ich den Gesetzentwurf der großen Koalition in Berlin, der es in Zukunft dem Wind  verbietet Pollen von gentechnisch veränderten Pflanzen mitzuführen. Und wie wir es mit dem Saharastaub erfahren haben, kann der Wind kleine Partikel über sehr weite Strecken transportieren.

 

Wegen dieser, Ihrer,  sehr ambitionierten Haltung sehe ich wahrscheinlich überall Plakate von Ihnen zur Europawahl, obwohl sie weder gewählt werden können noch ein Amt innerhalb der EU anstreben.

 

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, Ihr Einsatz findet gewiss bei der nächsten Wahl Nacheiferer, so dass ich in Zukunft mit Wahlempfehlungen meines Bürgermeisters, Landrates, Ministerpräsidenten und den Geschäftsführern vieler Lobbyverbände rechnen kann. Auch dies kann ein Beitrag sein auf dem Weg zur Vollbeschäftigung.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ihre

Ruth Cremer-Ricken

Zu: "Massenevakuierung nach Atomunfall", Beitrag von Michael Gilg (Land und Region, 11. März):

Die Erweiterung der Sicherheitszonen (um das AKW Fessenheim, Anm. d. Red.) ist reine Augenwischerei. Bei einem GAU können so viele Menschen gar nicht evakuiert werden. Auch wird die Panik nicht berücksichtigt. Der einzige und kostengünstigste Weg ist die sofortige Stilllegung aller Atomkraftwerke! Der volkswirtschaftliche Schaden bei einem GAU ist kaum richtig einzuschätzen. Wo sollen die Evakuierten untergebracht werden und für wie viele Jahre? Oder für immer (siehe Japan)?

Noch gibt es für 350 000 Tonnen Atommüll weltweit kein Lager, und die Kosten sind auch kaum abzuschätzen (siehe Asse). Auch die Kosten und die Zeit für den Rückbau der AKW sind ungewiss. Schluss mit dem Wahnsinn, wir haben doch Alternativen. Hans-Joachim Müller, Laufenburg

Leserbrief zum Presseecho der Demo für die Energiewende in Berlin

Sehr geehrte Damen und Herren !

Dass die Badische Zeitung die Demo für die Energiewende nur mit einer solchen Mini-Meldung (siehe unten) würdigt, finde ich sehr enttäuschend. Die Energiewende muss m.E. beschleunigt werden, damit der Klimaschutz voran gebracht wird. Sind es nicht schon Klima-Katastrophen genug? Nach 3 Jahren ist Fukushima immer noch nicht unter Kontrolle! Atommüll Endlager, siehe Asse!? . Soll das zum Wohle des Volkes sein ? Werden wir uns erst unsere Lebensgrundlagen zerstören müssen ? Was schreibt ddie taz?

http://www.taz.de/Energiewende-Demo-in-Berlin-/!128571/

http://www.badische-zeitung.de/nachrichten/wirtschaft/kurz-gemeldet-xb7x3zmax--77867970.html

"Demo für die Wende Mehrere Tausend Menschen haben am Samstag in Berlin für den Ausbau erneuerbarer Energien demonstriert. Aufgerufen hatte ein Bündnis aus Umweltorganisationen und Parteien, darunter die Grünen, der BUND und Attac. Sie fordern ein Ende der Energiegewinnung aus Kohle und Atomkraft. dpa"

 

Gruß aus Laufenburg !

Hans-Joachim Müller

Untersteller will ein totes Pferd reiten (OV Hotzenwald)

(zu BZ 9.11.13 „EnBW plant Atdorf im Alleingang)

 

 

Kopfschütteln, ob soviel Sturheit, verursachen bei uns Hotzenwälder Grünen die Aussagen unseres grünen Umweltministers zum Ausstieg der RWE aus dem Projekt Pumpspeicher Atdorf.

Nicht nur reiht Minister Untersteller Atdorf zum wiederholten Male fälschlicherweise in die Reihe der großen Speicher ein, wohl wissend, dass sechs Stunden Speicherkapazität für die Zukunft nicht viel bringen werden. Denn für die Energiewende brauchen wir vor allem Langzeitspeicher für große Strommengen und mit mehreren Monaten Speicherfähigkeit.

Darüber hinaus ignoriert Minister Untersteller den Trend in der Wirtschaft hin zur „Power to Gas“-Technologie.

Genau in diese will die RWE statt Atdorf einsteigen. Langzeitspeicherung ist mit Gas kein Problem: Die Kapazitäten sind riesig und durch das weitverbreitete Erdgasnetz ist der Transport, ohne neue Stromtrassen, zu dem Ort des Bedarfs bereits gelöst.

Das Projekt Pumspeicherwerk Atdorf ist ein totes Pferd. Wenn Herr Untersteller es unbedingt reiten will und Millionen von Euro dabei zu versenken gedenkt, werden wir ihm sicher nicht beim Satteln helfen. Im Gegenteil!

 

 

Vorstand der Hotzenwälder Grünen

Iris Wallaschek , Elmar Werner , Dirk Bürklin

 

Unternehmer in Unkenntnis der Planungsdaten

Leserbrief zu: "Unternehmer wollen Autobahn", 15. November 2013

 

 

Unternehmer in Unkenntnis der Planungsdaten

Das Unternehmen, welches die Verkehrsstudie im Auftrag des Bundes- und des Landesministeriums erstellt hat, liefert die Prognose für die Bewertung einer Straße (Bundesstraße oder Autobahn) am Hochrhein. Dieses Unternehmen bewertet alle für den Bundesverkehrswegeplan angemeldeten Straßen Deutschland weit und errechnet den Nutzen/Kosten-Faktor der zum Vergleich verschiedener Vorhaben im Bundesverkehrswegeplan dient.

 

 

Das Unternehmen sieht einen Handlungsbedarf nur für den Bau einer dreispurigen Straße. Das verwundert nicht, denn die bisherigen Prognosen der Verkehrsentwicklung wurden deutlich unterschritten. Die Zahlen sind für jedermann auf der Homepage des Regierungspräsidiums Tübingen unter dem Stichwort „Verkehrszählung“ einzusehen.

 

 

Die bestehenden Planungen im Abschnitt Rheinfelden/Wehr waren 2007 in der Offenlage zum Planfeststellungsverfahren. Dieses wurde ausgesetzt als deutlich wurde, dass die Planungen so nicht genehmigungsfähig sind und einer Klage nicht standhalten würden. Intensive Neuplanungen wurden seit 2007 nicht angegangen. Für den Abschnitt Wehr/Bad Säckingen/Murg wurde sogar die Linienbestimmung aufgehoben, dies gerade auch unter Berücksichtigung des Wunsches der Politik in der Region die sogenannte Konsenstrasse ins Verfahren zu bringen. Dem Kenner der Sachlage ist es somit ein Rätsel, an welchen Planungen die Unternehmerinitiative festhalten möchte.

 

 

Ob die neuen Planungen nun auf der Grundlage einer Autobahn oder einer Bundesstraße durchzuführen sind, entscheidet der Bundestag mit der Genehmigung des vom Bundesverkehrsministerium vorgelegten Bundesverkehrswegeplans.

 

 

Dass ein Autobahnbau am Hochrhein nicht unumstritten ist zeigt sich schon daran, dass in fast fünf Jahrzehnten so gut wie nichts realisiert wurde.

 

 

Die Aufregung um die Frage Autobahn oder Bundesstraße ist verständlich, tritt hier doch deutlich eine Lebenslüge verschiedener politischer Ebenen zutage.

 

Ruth Cremer-Ricken, Bad Säckingen

Meinung: Leserbrief zur weiteren A98-Planung

In einem Leserbrief setzte sich Ruth Cremer-Ricken vom OV Bad Säckingen mit den weiteren Planungen zur "A98" auseinander und möchte damit zur Versachlichung des Themas beitragen. Hier das Dokument (pdf)...