DIE GRÜNEN IM KREIS WALDSHUT

Ortsverband Klettgau-Rheintal

 

Herzlich Willkommen auf den Seiten des OV Klettgau-Rheintal!

Der Ortsverband Klettgau-Rheintal vereint die Grünen Mitglieder in folgenden Gemeinden:

 

 

Gemeinsam sind wir damit der grösste Ortsverband im Kreis Waldshut.

Die gemeinsame Vorstände sind: 

 

  • Axel Schaub (Dettighofen), Tel.: 07742 / 1758
  • Herbert Hauser (Jestetten), Tel.: 0041 79 / 504 74 64
  • Jürgen Fesser (Küssaberg), Tel.: 07742 / 5456

 

 

Zu den einzelnen Gemeinden bzw. den jeweiligen Themen der lokalen Mitglieder kommst du über die Gemeindeauswahl des OV Klettgau-Rheintal.

 

Weiterhin viel Spaß auf unserer Seite!

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Aktuelles aus dem Ortsverband:

Mitgliederversammlung des Ortsverbandes mit Reinhold Pix (MdL) in Kadelburg

Der Vorstand des Ortsverbandes von Klettgau/Rheintal lud am Mittwoch, den 21. Februar zu einer Mitgliederversammlung im kulturellen Treffpunkt Öpfelbaum in Kadelburg ein. Hierzu nahm auch der Landtagsabgeordnete Herrn Reinhold Pix teil. Mit rund 15 Teilnehmern war die Veranstaltung entsprechend gut besucht.

Reinhold Pix (MdL) ist Demeter-Winzer aus Ihringen und Sprecher im Landtag für Tourismus, Wald, Wild und Weinbau. Er hat das neue Jagdgesetz vorgestellt, das Modernste seiner Art. Er beschrieb anhand der drohenden Wildschweinseuche und Ansässigkeit des Wolfes das Spannungsfeld von Tier- und Naturschutz und notwenigem Eingreifen der Jäger. Er betonte, dass rechtzeitig reagiert werden muss, bevor sich Seuchen ausbreiten und die Schäfer und Bauern zu viele Tiere verlieren. Das Land wird den Bauern 50 Millionen Euro für die Frostschäden entschädigen. Er erläuterte auch den Hintergrund des schmerzlichen Verlustes des Landwirtschaftsministerium an die CDU, der gerade bei den Biobauern zur Verärgerung führte. Der Wordbruch der CDU zum vereinbarten Koalitionsvertrag hat den Hintergrund, dass das bestehende Wahlrecht dazu führt, dass Baden-Württemberg von allen Bundesländern die geringste Anzahl Frauen im Landtag hat. Alle anderen Bundesländer haben kein Einstimmen-Wahlrecht, was zur Förderung von Frauen und kleineren Parteien führt. Die Bahn hatte bisher keine moderne Technik für den ÖPNV zur Verfügung gestellt. Durch die Einführung von Ausschreibungen zur Vergabe von Konzessionen wird nun die Infrastruktur und Technik wesentlich verbessert. Dies ist - laut seinen Angaben - Winfried Herrmann zu verdanken.

Anschließend erfolgte der Bericht von Peter Schanz aus dem Kreisrat. Er erläuterte die Entwicklung des Krankenhauses in Bad Säckingen, die leider zu einer Schließung führte. Er bedauert, dass daraus ein Graben zwischen den Vertretern des westlichen Landkreises und dem Rest entstanden ist. So berücksichtigen die Befürworter eines Krankenhauses mit Standort im westlichen Teil nicht, dass die Entfernungen für die Bewohner in Bonndorf oder Jestetten unverhältnismäßig weit sind.

Die Gemeinderäte berichteten über aktuelle Themen aus den Gemeinden innerhalb des Ortsverbandes Klettgau-Rheintal. Die Gemeinde Dettighofen will die Gründung eines Dorfladens unterstützten, so Gemeinderat Axel Schaub. Jürgen Fesser stellte unter anderem das Projekt Waldbestattung vor. Das Bürgerengagement z.B. bei Errichtung eines Kinderspielplatzes ist in der Gemeinde erfreulich hoch. In Klettgau hat ein Investor angefragt, ob die Gemeinde einem Motorsportplatz mit go kart, Motocross, Hotel etc. zustimmen würde. Laut Rosi Hartman ist nun ein Bürgerentscheid geplant. In Jestetten ist die Hilfsfirstüberschreitung im Rettungsdienst ein großes Thema. Die Gemeinde wird ein Multifunktionsplatz als Treffpunkt für Jugendliche neben der Realschule realisieren. Hohentengen wird eine sebst-bestimmte Pflegewohngemeinschaft fördern und möchte die Bürger hierzu beteiligen.

Die Sitzung ging gegen 22.30 Uhr zu Ende. Die Teilnehmer haben sehr konzentriert und aus erster Hand aktuelle Informationen aus Land, Kreis und Gemeinde erhalten. Der Vorstand des Ortsverbandes plant dieses Jahr einige Veranstaltungen, z.B. zum Thema Insektensterben und bittet die Mitglieder um Unterstützung bei der Organisation.

Reinhold Pix (MdL)

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Ohne Speicher keine Energiewende

Grüne informieren im Grießener Gewerbepark

Rund 50 Besucher kamen nach Grießen in den Gewerbepark "Kies", wo Stefan Drayer über die Energiewende und Speichertechnologien referierte. Eingeladen hatte dazu der Ortsverband Klettgau-Rheintal von Bündnis 90 / die Grünen. Aus Kirchzarten kam der Grüne Bundestagskandidat Ulrich Martin Drescher, der sich kurz vorstellte. Drei Betriebe versorgen sich im Grießener Gewerbepark mit Hilfe von Großspeichern fast vollständige Photovoltaik. "Was wir hier machen, wird in 30 Jahren Standard sein", bemerkte Drayer, der überzeugt ist, dass die Energiewende bis 2050 hundertprozentig  ohne Kohle, Atomstrom und russisches Erdgas zu schaffen ist". Drayer wies auf die Gefahren eines großen Blackouts im Europäischen Verbundnetz hin. Er sieht insbesondere Gefahren durch die Digitalisierung, die ein beliebtes Ziel der Hacker ist. "Ein Blackout ist wie nach dem Krieg, wo die Gesellschaft wieder von vorn anfängt", warnte Drayer. Das Ziel müsse sein, ein regionales Versorgungsnetz aufzubauen, bei dem Verbrauch und Erzeugung im Gleichgewicht stehen. Der Strombedarf wird sich bis 2050 verdoppeln, wenn nicht verdreifachen. Photovoltaik wird dabei zum günstigsten Stromproduzent und neue Großkraftwerke und Pumpspeicher werden nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden. Die Kühlung wird beim Energieverbrauch eine immer wichtigere Rolle einnehmen. "Im Klettgau haben wir das 20´000 fache Potenzial an Sonne und Wind, wie wir benötigen", so Drayer. Er betonte, dass Netze keine Stromspeicher sind und ohne Speicherung die Energiewende nicht gelingen kann. Als Kurzspeicher eignen sich Blei-Gel- und Lithiumbatterien. In Powert to Gas und Power to Liquid sieht er Langzeitspeichermöglichkeiten. Drayer zeigte im Anschluss an das Referat verschiedene Möglichkeiten der Energiespeicher, wobei er die hochgelobten Teslamodule als Flop bezeichnete. "Ich habe einige gute Eindrücke gewonnen", bemerkte ein Besucher bei der anschließenden Diskussion.

 

Artikel von Thomas Güntert

 

 

 

Stefan Drayer (vorn) referierte im Grießener Gewerbepark über die Energiewende und Speichertechnologien.

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