DIE GRÜNEN IM KREIS WALDSHUT

Ortsverband Klettgau-Rheintal

 

Herzlich Willkommen auf den Seiten des OV Klettgau-Rheintal!

Der Ortsverband Klettgau-Rheintal vereint die Grünen Mitglieder in folgenden Gemeinden:

 

 

Gemeinsam sind wir damit der grösste Ortsverband im Kreis Waldshut.

Die gemeinsame Vorstände sind: 

 

  • Axel Schaub (Dettighofen), Tel.: 07742 / 1758
  • Herbert Hauser (Jestetten), Tel.: 0041 79 / 504 74 64
  • Jürgen Fesser (Küssaberg), Tel.: 07742 / 5456

 

 

Zu den einzelnen Gemeinden bzw. den jeweiligen Themen der lokalen Mitglieder kommst du über die Gemeindeauswahl des OV Klettgau-Rheintal.

 

Weiterhin viel Spaß auf unserer Seite!

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Aktuelles aus dem Ortsverband:

Ohne Speicher keine Energiewende

Grüne informieren im Grießener Gewerbepark

Rund 50 Besucher kamen nach Grießen in den Gewerbepark "Kies", wo Stefan Drayer über die Energiewende und Speichertechnologien referierte. Eingeladen hatte dazu der Ortsverband Klettgau-Rheintal von Bündnis 90 / die Grünen. Aus Kirchzarten kam der Grüne Bundestagskandidat Ulrich Martin Drescher, der sich kurz vorstellte. Drei Betriebe versorgen sich im Grießener Gewerbepark mit Hilfe von Großspeichern fast vollständige Photovoltaik. "Was wir hier machen, wird in 30 Jahren Standard sein", bemerkte Drayer, der überzeugt ist, dass die Energiewende bis 2050 hundertprozentig  ohne Kohle, Atomstrom und russisches Erdgas zu schaffen ist". Drayer wies auf die Gefahren eines großen Blackouts im Europäischen Verbundnetz hin. Er sieht insbesondere Gefahren durch die Digitalisierung, die ein beliebtes Ziel der Hacker ist. "Ein Blackout ist wie nach dem Krieg, wo die Gesellschaft wieder von vorn anfängt", warnte Drayer. Das Ziel müsse sein, ein regionales Versorgungsnetz aufzubauen, bei dem Verbrauch und Erzeugung im Gleichgewicht stehen. Der Strombedarf wird sich bis 2050 verdoppeln, wenn nicht verdreifachen. Photovoltaik wird dabei zum günstigsten Stromproduzent und neue Großkraftwerke und Pumpspeicher werden nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden. Die Kühlung wird beim Energieverbrauch eine immer wichtigere Rolle einnehmen. "Im Klettgau haben wir das 20´000 fache Potenzial an Sonne und Wind, wie wir benötigen", so Drayer. Er betonte, dass Netze keine Stromspeicher sind und ohne Speicherung die Energiewende nicht gelingen kann. Als Kurzspeicher eignen sich Blei-Gel- und Lithiumbatterien. In Powert to Gas und Power to Liquid sieht er Langzeitspeichermöglichkeiten. Drayer zeigte im Anschluss an das Referat verschiedene Möglichkeiten der Energiespeicher, wobei er die hochgelobten Teslamodule als Flop bezeichnete. "Ich habe einige gute Eindrücke gewonnen", bemerkte ein Besucher bei der anschließenden Diskussion.

 

Artikel von Thomas Güntert

 

 

 

Stefan Drayer (vorn) referierte im Grießener Gewerbepark über die Energiewende und Speichertechnologien.

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Ulrich Martin Drescher will in den Bundestag

Grüne setzen auf Energie- und Ernährungswende

Dettighofen (thg) "Das Direktmandat ist das Ziel, das ich als sehr herausfordernd aber nicht als unerreichbar halte", betonte Ulrich Martin Drescher, Bundestagskandidat des Wahlkreises Waldshut-Hochschwarzwald, bei der Mitgliederversammlung des Ortsverbandes Klettgau-Rheintal von Bündnis 90/ Die Grünen in Dettighofen. Der Kandidat ging auf die spezielle Grenzprobleme der Hochrheinregion ein, da sich einige Besucher beklagten, dass sie von Berlin im Stich gelassen werden. Neben dem nicht endenden Fluglärmstreit sei auch die Abtrennung vom deutschen Stromnetz ein Beispiel dafür. Da nur ein Anschluss an das Schweizer Stromnetz besteht, kann das östliche Kreisgebiet nicht von der Liberalisierung des Strommarktes profitieren. Die Landnahme von Schweizer Bauern wurde ebenfalls angesprochen. Jürgen Fesser, Biobauer vom Küssaberger Schlosshof, gab jedoch zu bedenken, dass viel mehr Land durch Biogasanlagen verloren geht, wie durch die Schweizer Bauern. Bezahlbares Wohnen für junge Familien ist ein weiteres Ziel von Drescher, da die Immobilienpreise am Hochrhein dreimal so teuer sind als andernorts, was bei den Löhnen allerdings nicht der Fall ist. Wer in Deutschland eine Immobilie kaufen will, muss in der Schweiz sein Geld verdienen. Dieses führt wiederum zum Facharbeitermangel, insbesondere in den Bereichen der Kinder- und Altersversorgung. Im Gegensatz wurde aber auch erwähnt, dass der Handel und das Gewerbe im Grenzgebiet durch den Schweizer Einkaufstourismus profitiert. Das Grüne Urgestein Ulrich Martin Drescher, der seit 30 Jahren in der Partei ist, in Whyl dabei war, als das geplante Atomkraftwerk verhindert wurde und von Anfang an zu den Stromrebellen gehörte, die das EWS Schönau zur Erfolgsgeschichte machten, will auch mit den Basisthemen Umwelt, Anti-Atom und einer neuen Wirtschaftpolitik bei den Wählern punkten. Nach dem Motto "Vom Acker auf den Teller" will er die biologische regionale Landwirtschaft vorantreiben. Drescher zitierte eine Studie der Bundeswehr, die aufzeigt, dass die Ernährung der Bevölkerung bereits nach drei Tagen nicht mehr sichergestellt werden kann, wenn die lange Lieferkette unterbrochen ist. Als weitere Herausforderungen bezeichnete er die Altersversorgung in der schrumpfenden Gesellschaft, wo es die Scheinselbständigen aufzufangen gilt. "Die Digitalisierung und Automatisierung wird zudem zu drastischen Veränderungen der Geschäftsmodelle und Betriebsbiographien führen", so Drescher. Den langjährigen persönlichen Kontakt zum Baden-Württembergischen Ministerpräsident Winfried Kretschmann will der Bundestagskandidat nutzen und ihn als Wahlhelfer zu einer Veranstaltung im Wahlkreis einladen. Im Anschluss berichteten die Grünen Gemeinderäte über aktuelle Probleme in ihren Gemeinden. Die Wohnbauverdichtung ist ein allgemeines Thema, wo ein gewisser Druck auf die Gemeinden zukommt, da nicht mehr genügend neue Baugebiete ausgewiesen werden können. Der Jestetter Gemeinderat Markus Weißenberger sprach die enormen Kosten in der Kinderbetreuung an. "Aber auch die Kosten für Verwaltung und Bauhof sind viel zu hoch", erwähnte der ehemalige Lottstetter Gemeinderat Christian Kaiser. Rosi Hartmann erwähnte, dass es in Klettgau viele Projekte gibt, die man zusammen mit dem neuen Bürgermeister Ozan Topcuogullari angehen will. Axel Schaub bedauerte, dass in Dettighofen kein Investor für ein Mehrfamilienhaus gefunden werden konnte, obwohl man im neuen Baugebiet einen Platz freigehalten hätte. Anders sieht es in Küssaberg aus. Jürgen Fesser berichtete positiv über den dortigen Mietwohnbau und über die Gründung einer Bürgergemeinschaft, die zusammen mit der Gemeinde ein Projekt für Wohnen im Alter entwickelt. Zum Schluss wurde das Vorstandsteam des Ortsverbandes Klettgau-Rheintal mit Herbert Hauser, Jürgen Fesser und Axel Schaub für zwei weitere Jahre einstimmig wiedergewählt.

 

Artikel von Thomas Güntert

Bei der Mitgliederversammlung des Ortsverbandes Klettgau-Rheintal von Bündnis 90/ Die Grünen wurde der Vorstand wiedergewählt und der Bundestagskandidat vorgestellt. Von links: Axel Scaub, Ulrich Martin Drescher, Jürgen Fesser und Herbert Hauser

Infokasten:

Der selbständige beratende Diplom-Volkswirt Ulrich Martin Drescher ist 64 Jahre alt, lebt in einer Partnerschaft und hat einen Sohn. Er ist in Frankfurt am Main geboren und lebt heute in Kirchzarten im Schwarzwald, wo er auch Gemeinderat ist. 

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Infoveranstaltung zum Thema TTIP und CETA

Bündnis 90 – die Grünen vom Ortsverband Klettgau-Rheintal organisieren Infoveranstaltung zum Thema TTIP und CETA

 

Referentin Sarah Händel ist Landesgeschäftsführerin des Vereins „Mehr Demokratie“.

 

Der Ortsverband Klettgau-Rheintal von Bündnis 90 – die Grünen organisierte zum Thema TTIP und CETA eine allgemeine Informationsveranstaltung für Bürgermeister und Gemeinderäte sowie interessierte Bürger.
Als Referentin war Sarah Händel vom Verein „Mehr Demokratie“ eingeladen,
sie ist die Geschäftsführerin des Landesverbandes Baden-Württemberg, welcher sich durch seine Arbeit insbesondere dafür einsetzt, die Politik transparenter zu machen und die Bürger in die Entscheidungen direkt miteinzubeziehen.

Der Bundesverband von „Mehr Demokratie“ verfolgt als dringlichstes Ziel die Einführung des bundesweiten Volksentscheids. In Baden Württemberg war der Verein maßgeblich an den Änderungen der Gemeindeordnung beteiligt, die den Bürgern nun mehr Mitspracherechte und auch der Jugend eine politische Mitgestaltung einräumt.
Die aktuelle Informationsveranstaltung hatte das Ziel, die geplanten vertraglichen Vereinbarungen zum Freihandelsabkommen TTIP mit den USA und die bereits festgelegten Vertragsinhalte zum Freihandelsabkommen CETA mit Kanada den Entscheidungsträgern in den Kommunen wie auch den Bürgern transparent offen zu legen.
„Wer von Ihnen weiß eigentlich, was in diesen Abkommensverträgen vereinbart ist und in wie weit diese Verträge unseren Alltag auch in der Provinz tangieren?“, fragte Sarah Händel in die Runde.
Rund 30 interessierte Bürger waren in den Brauereisaal nach Grießen gekommen, vier Gemeinderäte aber keine Bürgermeister. Die Landesgeschäftsführerin, die sich seit zwei Jahren intensiv mit TTIP und CETA auseinander setzt, erklärte anhand einer aussagefähigen Präsentation die Ziele, aber auch die Risiken und Unklarheiten der geplanten Freihandelsabkommen. 
Durch Maßnahmen wie der Abbau von Zöllen, die Angleichung oder gegenseitige Anerkennung von Standards, der Abbau von nichttarifären Handelshemmnissen und die Durchsetzung von Dienstleistungs- sowie Kapitalfreiheit sollen in erster Linie Wirtschaftswachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen erreicht werden. Doch genau in diesen Punkten gibt es neben positiven Aspekten auch zahlreiche negative Auswirkungen, bis hinein in die kleinen Gemeinden unserer ländlichen Region.
„Das Grundproblem bei TTIP und CETA ist, dass niemand so genau weiß, welche Regelungen denn nun aus welcher Region und aus welcher Nation übernommen werden. Durch die juristischen Ausdrücke ist fast keine Transparenz vorhanden“, bestätigt Händel auch in Kenntnis des Gutachtens eines renommierten Rechtsprofessors aus Tübingen, welcher anmahnt: „Die Daseinsversorgung und die kommunale Selbstverwaltung sind in CETA und TTIP nicht ausreichend geschützt.“

Der Tonus des Vortrages machte deutlich, dass Freihandel grundsätzlich nichts Schlimmes ist, gesetzt den Fall, dass basisdemokratische Grundvoraussetzungen erfüllt bleiben. Dass die Bestrebungen zu mehr Ökologie in der Landwirtschaft durch die geplanten Freihandelsabkommen jedoch extrem darunter leiden werden, leuchtete den Anwesend ein und Händel machte unmissverständlich deutlich: „Was landwirtschaftliche Produkte angeht, ist in den USA nicht mehr erkennbar, was genverändert ist und was nicht – eine Situation, die ich für uns strikt ablehne.

 

 

Artikel von Heidrun Glaser


 

 

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Exkursion zur SATIVA Rheinau AG

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Koalitionsvertrag 2016-2021

Nachhaltig und innovativ? "GrueneBW-Koalitionsvertrag-2016-Entwurf"


Der Ortsverband von Bündnis 90/Die GRÜNEN luden die Bevölkerung am Mittwoch, den 8. Juni 2016 zu einer Informationsveranstaltung zum Thema Koalitionsvertrag, nachhaltig und innovativ? im Café Central in Jestetten ein.


Ca. 10 Personen nutzen die Gelegenheit um sich durch Peter Schanz, Vorsitzender des Kreisvorstandes der Grünen im Landkreis Waldshut, in verständlichen Worten die Ergebnisse des ersten grün-schwarzen Koalitionsvertrages auf Landesebene erläutern zu lassen.
Zur Einstimmung in das Thema erzählte Herbert Hauser, Mitglied im Vorstand des Ortsverbandes von Klettgau-Rheintal von der sog. Pizza-Connection, ein Gesprächskreis zwischen jungen Bundestagsabgeordneten aus der CDU und Bündnis 90/Die Grünen in den 1990er Jahren. Am 1. Juni 1995 trafen sich zum ersten Mal Abgeordnete beider Parteien in einem italienischen Restaurant in Bonn. Da weite Teile der führenden Repräsentanten beider Parteien die Vertreter der jeweils anderen Partei damals sehr kritisch betrachteten, erregten die Treffen großes Aufsehen. Vielen der teilnehmende Abgeordneten sind heute bedeutende Persönlichkeiten in der Politik, wie z.B. seitens der CDU Hermann Gröhe, Norbert Röttgen, Peter Altmaier und Julia Klöckner oder seitens der Grünen Cem Özdemir, Volker Beck, Andrea Fischer und Katrin Göring-Eckardt.

Nach der Präsentation der wesentlichen Inhalte der 140 Seiten starken Vertrages durch Peter Schanz kam es anschließend zu einer politischen Diskussion. Vor allem die Biobauern kritisierten heftig die Abgabe des Landwirtschaftsministeriums an die CDU. “Die ökologische Wende erfolgt in der Fläche und nicht durch punktuelle Biotope“, so ein Teilnehmer. Peter Schanz erwiderte, dass dies die Rahmenbedingungen der Landes-CDU war, damit der Koalitionsvertrag zustande kam. In vielen anderen Punkten dagegen, wie Bildung, Verkehr, Finanzen und Soziales sahen sich die grünen Teilnehmer des Abends in Ihren Zielen bestätigt.

Ein weiteres Thema des Abends waren die Verhandlungen zum Transatlantischen Freihandelsabkommen TTIP zwischen der Europäischen Union und der USA, die Bündnis 90/Die Grünen kritisch verfolgen. Die Verhandlungen hinter verschlossenen Türen wurden angemahnt. Es wurde entschieden, auf Kreisebene eine Veranstaltung zu diesem Thema zu organisieren.

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Brückenprotest gegen Atomkraft - Rheinbrücke Kaiserstuhl (CH)

 

 

Anlässlich des 30. Jahrestages der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl und 5 Jahre nach Fukushima fand am Sonntag 24.04.2016 eine Demonstration und Kundgebung statt.

 

Atomkraftgegner von beiden Seiten des Rheins beteiligten sich mit ca. 350 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Die Aktion an der Rheinbrücke bei Kaiserstuhl (CH) war eine Gemeinschaftsveranstaltung der Kreisverbände von Bündnis 90 Die Grünen, SPD und der hohentengener Ortsgruppe des BUND.

Während der Veranstaltung blieb die Brücke für den Autoverkehr gesperrt. Die Demonstration gehörte an diesem Tag zu einer ganzen Reihe von Veranstaltungen vom Hoch- bis Oberrhein, die unter anderem forderten, das Pannen-AKW Fessenheim endlich vom Netz zu nehmen.

Kundgebungsrednerinnen und –redner waren Iris Frei, die für die Schweizer Atomkraftgegner sprach, Heini Glauser, Mitglied bei Greenpeace Schweiz und der Schweizer Energiestiftung und Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter. Sie nannte die Atomkraft einen Irrweg, von dem ein strahlendes Erbe zurück bleibe. Weiter Beiträge kamen von Regula Rytz, Co-Präsidentin der Schweizer Grünen und Peter Schanz, Kreisvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen. Dieser erläuterte, warum es trotz des beschlossenen Atomausstiegs in Deutschland weiterhin notwenig sei, zu demonstrieren. Die Gefahr einer erneuten Atomkatastrophe werde jeden Tag größer. So seien die Schweizer AKWs ursprünglich für eine maximale Laufzeit von 30, 35 Jahren konzipiert worden. Diese sei längst überschritten, so dass diese Anlagen endlich stillgelegt werden müssten.

Der Demonstrationszug auf dem Weg zur Rheinbrücke.
Iris Frei trat für die Schweizer Demonstranten ans Mikrofon.
Heini Glauser, Mitglied bei Greenpeace Schweiz und der Schweizer Energiestiftung, während seiner Rede.
Peter Schanz vertrat den Kreisverband Waldshut von Bündnis 90/Die Grünen auf der Kundgebung.

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Das Gruppenbild zeigt eine von zwei Besuchsgruppen, insgesamt nahmen knapp 100 Personen an der Veranstaltung teil.

 

-Gewerbepark Grießen als Eigenversorger-

 

-Nagelneuer Lieferservice Biomarkt Hauser-

 

Die Ortsgruppe Klettgau-Rheintal von Bündnis 90 – die Grünen luden am Sonntag 21. Februar 2016 zu einer Informationsveranstaltung zum Solar-Energiezentrum Hochrhein von Stefan Drayer und dem neuen Logistikzentrum der Firma Bio-Hauser im Gewerbegebiet Grießen/Geißlingen ein.


Über 80 Personen interessierten sich für die alternativen Möglichkeiten der Energiegewinnung sowie für den Heimlieferservice der Hauser Bio-Kiste.

Drayer präsentierte mittels anschaulicher Bilder und Diagramme die innovativen Entwicklungen zum Vorantreiben der Energiewende. Im Januar wurden beim Solargipfel in Berlin wichtige Ziele fixiert, unteranderem ein jährliches Ausbauziel an Solarenergie von mindestens 5000 Megawatt, ein Einspeisevorrang mit Einspreisevergütung, die Abschaffung der Eigenverbrauchsabgabe sowie die wichtige Speicherförderung für Photovoltaik-Batterien. Drayer verfolgt seit vielen Jahren die Philosophie Strom zu 100 Prozent aus Solar und Windenergie zu erzeugen. Durch sein Pilotprojekt zusammen mit dem Logistikzentrum der Firma Bio-Hauser möchte er beweisen, dass dies tatsächlich realisierbar ist. Außerdem werden nicht nur alle elektrischen Anlagen mit erneuerbarer Energie betrieben, sondern auch die Fahrzeuge der beiden Firmen. Drayer hat die Baugenehmigung für das Aufstellen von Solartürmen, verfügt außerdem über große Flächen Fassaden-Solar-Module, die sogar noch effizienter sind als die Dachmodule und plant außerdem auch die Aufstellung von Windkraftanlagen. Ein extrem wichtiger Faktor ist die Speicherung der gewonnenen Energie, denn nur dadurch ist eine kontinuierliche Versorgung gewährleistet. Deshalb glaubt Drayer an die Entwicklungen zur Umwandlung von Strom in Methanol zur Speicherung, um damit dann wieder Strom herzustellen. „Ich mache mir mit meinem Konzept nicht nur Freunde, die Energiekonzerne sehen die kleinen Energieversorger die dadurch vor Ort entstehen können als Konkurrenz“, sagte der Visionär und ergänzte: „Eins ist sicher, die Energiewende findet auf dem Land statt!“ Bereits jetzt gibt es gute und erschwingliche Bausätze für die private, autarke Energieversorgung und die Automobilbranche hat auch erkannt, dass im Bereich E-Mobilität mehr geboten werden muss. Auch der Fuhrpark der Firma Bio-Hauser soll auf E-Autos umgestellt werden. Mit einem Umsatz von 3,3 Millionen Euro und rund 50 Mitarbeitern ist das Unternehmen aus einem ursprünglichen Bio-Landwirtschaftsbetrieb enorm gewachsen. Rolf Hauser investiert 4,4 Millionen Euro und vergrößert seine Verkaufsfläche auf 1000 Quadratmeter, durch den Lieferservice direkt aus dem Logistikzentrum in Klettgau, hier sind die Kühlanlagen übrigens nicht mit giftigem Kühlmittel, sondern mit Kalksohle gefüllt, werden die Kunden mit dem kompletten Sortiment beliefert, welches auch im Laden verfügbar ist. Per Mausklick oder Telefon kann individuell bestellt werden – bequem und einfach kommt die Bioware direkt ins Haus.

 

Text Heidrun Glaser

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Exkursion auf den Hof Gasswies

Ökolandbau live erleben!   

Am Donnerstag, den 10. Dezember 2015 fand die angekündigte Exkursion auf den Hof Gasswies, Wutöschinger Straße 4, 79771 Klettgau-Rechberg, statt.  


Landtagsabgeordneter Pix motiviert Biolandwirte 

  
Klettgau-Rechberg (hg) „Wenn ich Kühe mit Hörner sehe, geht mir das Herz auf“, mit diesem Satz begrüßte der Landtagsabgeordnete von Bündnis 90, die Grünen Reinhold Pix die Teilnehmer der Exkursion des Ortsverbandes Bündnis 90, die Grünen Klettgau-Rheintal auf dem Bio-Bauernhof Gasswies von Alfred und Silvia Rutschmann.
Nachdem die beiden überzeugten Biolandwirte ihre Philosophie sowie ihr Konzept zur Muttergebunden Kälberzucht mit Milchwirtschaft erläutert hatten, war allen Anwesenden bewusst, wie Zeit-, Arbeits- und Flächenintensiv diese alternative Methode ist, aber gleichzeitig für Tierwohl und Tiergesundheit steht, die letztendlich auch dem Endverbraucher von Milchprodukten und Fleisch zugutekommt. Der Hof Gasswies wurde speziell für diese Methode der modernen, zukunftsweisenden und ökologisch nachhaltigen Landwirtschaft mit dem Bundespreis für ökologischen Landbau ausgezeichnet und gilt offiziell als Demonstrationsbetrieb im gleichnamigen Netzwerk.
Trotz des erheblichen Mehraufwandes erhält  der Hof keinen höheren Milchpreis als im herkömmlichen Biobetrieb. Dennoch ermunterte Pix das Landwirteehepaar an ihrer Überzeugung festzuhalten und bestätigte, dass der biologische sowie ökologische Landbau weiterhin von der öffentlichen Hand gefördert werden muss. „Wir brauchen mehr Bio, mehr ökologischen  Land- und Weinbau, statt Bestandsvergrößerung und Massentierhaltung“, erklärte der Landespolitiker sowie Bio-Winzer und ergänzte: „Es ist ein Märchen, dass konventionelle Landwirtschaftsbetriebe zukunftsfähiger sind.“

Text: Heidrun Glaser

Reinhold Pix und der Vorstand des Ortsverbandes danken allen Beteiligten für die gelungene Veranstaltung     im Namen des Vorstandes des Ortsverbands Bündnis 90/DIE GRÜNEN, Klettgau-Rheintal.   

Herbert Hauser           
Birretstraße 22 79798 Jestetten
Telefon: 07745 8067
Mail: Herbert.hauser@hauserwalz.ch

Reinhold Pix

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